Mittwoch, 3. August 2016

Rettungsanker Holland

Nachdem wir 36 Stunden wach waren, Inke 5 Bahnhofsmitarbeiter nach Abreisemoeglichkeiten ausgequetscht hat (alle sprachen nur "un poco" Englisch), sind wir dann am Abend des 31.7. in ein Kaff nach Frankreich gefahren, um den Nachtzug nach Paris zu nehmen. Morgens sind wir in Paris angekommen und sind gleich an einen extra Interrailschalter weitergeleitet worden (alle sprachen Englisch, wir haben uns wahnsinnig darueber gefreut).
Die Dame hat uns gleich verschiedene Verbindungen nach Den Haag ausgedruckt und wir konnten nach vier Tagen Dauerstress, etwas entspannen. Nach weiteren sechs Stunden sind wir am Bahnhof von einer Freundin von Inkes Mutter in Empfang genommen worden, die sich netterweise auch dazu bereit erklaert hat, uns fuer ein paar Tage zu beherbergen.
Den Rest des Tages haben wir uns ausgeruht und sind Abends noch zum Strand gefahren und haben leckeres Ben& Jerry"s Eis gegessen.
Gestern ging es dann nach Amsterdam. Wir haben keine der typischen Touristenattraktionen gemacht, da es Dauerregen gab und wir uns immer wieder unterstellen mussten.
Staendig kamen wir an suesslichen Duftwolken vorbei und am Abend sind wir noch im Rotlichtviertel gelandet.
Heute schauen wir uns Den Haag an und erledigen alles wichtige fuer  unsere Abfahrt nach England morgen frueh.

Guten Dinge der letzten Tage:
- Interrailschalter am Pariser Bahnhof
- Ben&Jerry's Eis
- Fahrradfahren in Holland
- Secret Village Amsterdam (Gay Viertel)
- Cooler Taschenladen in Amsterdam
- Die Waffeln

Montag, 1. August 2016

Samstag, 30. Juli 2016

Madrid - der Tritt in mein Herz - eine Hasstirade von Inke

Madrid, du hässlicher Ort, 
Wir wollten fort, 
doch du behieltest uns dort. 
Niemand sprach Englisch, 
Weder in Schrift noch Wort, 
Nicht nach Lissabon, 
Nicht nach Nantes. 
Wir berichten hier von 
Dem, das uns anspornt. 
Und das ist nicht Madrid! 

Nachdem wir nach Madrid gefahren sind, um von dort aus nach Lissabon zu gelangen, weil wir dort bereits ein Appartement gebucht hatten, stellten wir fest, dass an diesem grässlichen Ort keine Menschenseele englisch sprach oder es nicht wollte. 

Wir warteten eine Stunde am Customer Service darauf, dass uns gesagt wurde, dass wir falsch seien. Das Terminal für Long Distances sei übrigens geschlossen worden. Und wenn wir woanders hinwollten, ginge dies nur von Barcelona aus. 

Die Freude war groß. Schön! Zurück nach Barcelona. 20:30h, letzter Zug. 
Ankunft 23:40h. Kein Hostel. 

Wir sind jetzt seit exakt 22h wach, sitzen am Bahnhof in Barcelona, ändern minütlich unsere Route, weil es anscheinend unmöglich ist, in Spanien von A nach B zu reisen. 


Barcelona ist eine astreine Stadt. Aber wenn man zwei Stunden lang von einer widerlichen alten Hostel-Besotzerin angestarrt wird, die uns übrigens nicht reinlassen wollte, dann wird alles mieser. 


Ich hasse Madrid, fahrt da bloß niemals hin, wenn ihr kein Spanisch sprecht. 
Und nein, "tengo la camisa negra" funktioniert nicht. 



Scheißverein! 

Barcelona

Um 8 Uhr morgens fuhr unser Zug von Marseille nach Barcelona, diesmal mit angenehmeren Mitfahrer.
Gegen Mittag kamen wir dann in Barcelona an und schafften es, nach einigen Verwirrungen, Tickets für die Metro zu kaufen und zu unserer Airbnb Wohnung zu fahren.
Die Wohnung ist ganz gut und sogar einen kleinen Balkon, auf dem wir sehr romantisch sein können, unglücklicherweise hat die Wohnung auch ein paar Macken  ( u.a. die nicht funktionierende Klospülung).

Den ersten Abend lagen wir völlig erschöpft rum, unfähig uns zu bewegen  ( nur um uns Nahrung zu beschaffen, haben wir tatsächlich das die Wohnung mal verlassen). Langweilig wurde uns allerdings nicht,  da wir auf Pokemonjagd gegangen sind und gewartet haben, bis die Dinger in Reichweite sind.

Am darauf folgenden Tag schliefen wir aus und erkundigen dann die Markthalle und deren Umgebung, gegen Abend ging es dann weiter in Richtung Basilika Sagrada Familia.

Nachher geht's weiter nach Lissabon,  mal schauen,  was uns dort erwartet.




Marseille

Nach vier Stunden Fahrt in einem winzigen Abteil mit grässlichen Kindern erreichten wir Marseille. 

Hier war es direkt ganz schön, Metrotickets günstig und nach dem Klimatisierten Zug - sehr warm! 

Nachdem wir zu sportlichen Höchstleitungen gefordert wurden, indem wir einen Berg erklimmen mussten (der, der zum Notre Dame führt), wurden wir sehr, sehr herzlich von unseren Hosts empfangen. 

Abends saßen wir am Hafen, eine Big Band spielte, neben uns drehte sich das Riesenrad und die Sonne ging mit dramatischen Farben unter. 

Coole Dinge in Marseille:
- die Big Band 
- unsere Airbnb-Hosts Fred und Malc
- Fische in der U-Bahn! 



Genf


Nach dem Stress in Mailand landeten wir in Genf. Wir freuten uns darauf, uns nicht mehr auf Englisch und Händen und Füßen verständigen zu müssen. Quark! Wir waren natürlich im französischsprachigen Teil der Schweiz angekommen und fühlten uns lost. 
Da unsere Unterkunft aber dieses Mal at nicht so weit weg vom Bahnhof und von See war, war alles wieder frisch. 

Unser Host war in Eile, hab uns die Schlüssel und war eigentlich schnell wieder weg, sodass wir etwas Ruhe finden konnten. Nach dieser Ruhepause suchten wir einen Strand, weil wir nach mehr als einer Woche Hitze und Dauerstress nach einer Abkühlung lechzten. 
Tipp: in Genf besteht der Strand aus steinen. Sehr großen Steinen. Felsbeocken quasi. 

Nach diesem erfrischenden Nass wurde es auch bald dunkel und eine leuchtende Wasserfontäne auf der anderen Seite des Sees kam zum Vorschein. 
Mir nichts dir nichts hüpften wir elfengleich dorthin, ließen uns den feinen Sprühregen der Fontäne in den Nacken wehen, schnackten und waren beeindruckt.  

Vor unserer Abreise am nächsten Morgen kauften wir Tickets für die nächsten zwei Fahrten. Tipp: tut das nicht. 
Euer Portemonnaie wird bitterlich weinen. Es tut weh. 


Coole Dinge in Mailand: 
- unser Host Eeva (airbnb!) 
- die Fontäne (bis ca 23h) 
- der See! (Angenehme Temperatur, klares Wasser, nette Menschen drumherum) 

Mailand

Mailand war .. Interessant. 
Wir folgten dem Airbnb-Motto, in dieser Stadt einfach mal zuhause zu sein. 
Hautnah erlebten wir die Bürokratie, indem wir insgesamt zwei Stunden darauf warteten, unsere Reservierung nach Genf vorzunehmen. Entzückend! 
Lerneifer: Geduld. Gescheitert. 
Da wir etwas außerhalb wohnten, waren die Wege entsprechend lang, sodass wir unefähr gar keine Zeit hatten, uns die Stadt genauer anzusehen, obwohl wir einiges auf dem Zettel hatten. 

So sahen wir letztendlich nur ein Wasserspiel in einem top modernen Viertel, Häuser, die mit Bäumen bepflanzt waren (gleiches Viertel), ärgerten uns über nicht fahrende Bahnen (was, wie wir später erfuhren, an einer Bombendrohung lag) und den Dom.  
Am Dom an sich empfehlen wir das echte italienische Eis, das wir uns zur Kühlung der Nerven und gegen den Stress gegönnt hatten. 

Coole Dinge aus Mailand: 
- die Wasserspiele (Abkühlung für die Füße, sehr nice) 
- das Eis!